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Fragen und Antworten zum Festival 2010 Da immerwieder verwirrte, aber wissbegierige WISPA-Fans an uns herantreten und darum bitten den kursierenden Pulk an "der hat das erzählt und der sagt das" zu entwirren, stellen wir an dieser Stelle einige Dinge klarer dar. Wieso, weshalb, warum... fragt uns, das ist gar nicht dumm. Falls noch Fragen offen bleiben:
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| Warum gibt es Zelten in diesem Jahr nur noch für Mitglieder? | Ursprünglich wurde der Campingplatz angelegt, damit Freunde von Wispa, die von weiter weg angereist sind, mit ihren Familien einen Platz zum Übernachten hatten. Zudem sollten Helfer rund um die Uhr vor Ort sein können und einen Platz zum Erholen und Schlafen haben. Über die Jahre hat es sich jedoch so entwickelt, dass der Campingplatz kein "Randgeschehen" neben dem eigentlichen Festival vor der Bühne mehr ist, sondern eine riesige Anzahl von Besuchern eigentlich nur noch zum WISPA kommt, um auf dem Zeltplatz lautstark private Partys zu feiern. Besonders in den letzten zwei Jahren. Dies ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht im Sinne des Erfinders Wispa selbst: er sucht jedes Jahr mit Hingabe Bands FÜR EUCH aus, der Verein hilft ihm, VOR DER BÜHNE eine Party von allen für alle zu organisieren. Es wird für Trinken und Essen zu kostendeckenden Preisen gesorgt, es gibt am Lagerfeuer eine GEMEINSAME AFTER SHOW PARTY zum Tagesausklang. Wiedersehen, miteinander Musik genießen, quatschen und neue Leute kennenlernen - das ist der Grundgedanke des Festivals. So hat es sich Wispa damals gedacht, so wünscht er es sich heute noch. Private Partys auf dem Zeltplatz, deren Veranstalter und Gäste kein Interesse am Programm und anderen Besuchergruppen haben, sich sogar feindselig gegenüber denen verhalten, jene bedrohen und beschimpfen, die tatsächlich mal schlafen oder Ruhe haben möchten oder einfach anders aussehen und andere Musik mögen, Menschen, die Vandalismus am Material aus Spaß an der Freud betreiben um sich selbst darzustellen... gehören einfach nicht auf's WISPA. Und sollen auch nicht in Zukunft dazu gehören. Der Zeltplatz als "Gegenveranstaltung" ist weder für Wispa noch für den Verein als Festival-Veranstalter weiterhin erwünscht. Zudem sind durch den Massenansturm auf den Campingplatz Ordnungs- und Sicherheitsprobleme entstanden, die das Fortbestehen des Festivals erheblich gefährdet haben. Die Genehmigung für das Festival kann nur erhalten bleiben, wenn sich der WISPA e.V. weiterhin für den Jugendschutz einsetzt und sich allgemein um die Sicherheit der Besucher, Lärmschutz der Anwohner und allgemeinen Brandschutz bemüht. Uneinsichtige und egoistische Besucher verhindern dies. In den letzten Jahren haben sich zu viele Besucher des Campingplatzes schlicht und ergreifend über geltende Regeln (kein Grillen mit Kohle, keine aggregatbetriebenen Musik- und Kühlanlagen, kein Lärm nach Mitternacht usw.) hinweggesetzt, Alkohol wurde von verantwortungslosen Erwachsenen mit Spaß auch an Minderjährige weitergegeben, es wurde gepöbelt, in manchen Fällen gedroht und geprügelt. Respekt gegenüber Vereinsmitgliedern, die mit Recht versuchen als Veranstalter zu vermitteln und zu regeln, gab es nur bedingt. Diese Situation war und ist nicht weiterhin tragbar für den Verein und seine Mitglieder, die die Verantwortung für ALLE Festivalbesucher tragen. Und sie sollte auch nicht tragbar für all die sein, die das WISPA anders kennen und es auch lieber wieder so hätten, wie es bis vor ein paar Jahren noch war. Für die Mitgliederversammlung des WISPA e.V. standen daher nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl: den Campingplatz ganz schliessen oder kontrollierbarer machen. Wir haben uns für Letzteres entschieden. Auch wenn es für den Verein einen wesentlich höheren Organisationsaufwand bedeutet. Wir zählen darauf, dass alle, die den Grundgedanken des Festivals lieben und schätzen auch gerne Mitglied im Verein werden und uns weiterhin unterstützen "Kultur für lau" machbar zu machen. | Mitgliedsbeitrag anstatt Eintrittsgeld? | Nein. Das Festival - Bühnenprogramm und das Gelände vor der Bühne - ist und bleibt "Kultur für lau". Alle die sie geniessen möchten können dies weiterhin offen ohne Zugangsbeschränkung. Der Campingplatz ist jedoch streng genommen eine Zusatzleistung, die von all jenen in Anspruch genommen werden kann, die uns bei der Erhaltung des Festivals unterstützen möchten. Wir gehen davon aus, dass jene, die Mitglied werden, den Grundgedanken des Festivals verstehen, teilen und weitergeben möchten und ihr Verhalten zu Gunsten des Festivals gestalten. Sprich: vor der Bühne gemeinsam feiern, nicht gesondert auf dem Campingplatz, jeder mit jedem, verantwortungsbewusst und respektvoll dem anderen gegenüber. Es ist richtig, dass die Mitgliederbeiträge auch zur Finanzierung des Festivals dienen. Speziell für die Bezahlung der Festivalwiese, die der Verein jedes Jahr neu anmieten muss. Jedoch verbirgt sich dahinter kein verstecktes Eintrittsgeld. Die Mitgliederbeschränkung ist lediglich eine Kontrollmaßnahme wie oben beschrieben. Niemand MUSS zelten, niemand MUSS Mitglied werden, um das Festival zu erleben. Wer sich dafür entscheidet, ist herzlich willkommen. Wer es nicht möchte, der ist eingeladen, das Festival als Besucher weiterhin für lau zu erleben. | | Warum dürfen keine Getränke mitgebracht werden? Das ist doch kommerziell! | Kultur für lau - ist leider nicht einmal für den WISPA e.V. umsonst. Zwar spielen die Bands ohne Gage und die Arbeitskräfte engagieren sich unentgeldlich, jedoch entstehen trotzdem eine Vielzahl von Kostenpunkten, die für den Besucher vielleicht gar nicht offensichtlich sind. Wiese, Strom, Wasser, Bühnenbau, Material, Sanitäranlagen, Entsorgung, Genehmigungen, GEMA usw. kosten Geld. Geld, das der Verein fast ausschließlich durch den Getränkeverkauf vorort erwirtschaftet. Sicherlich fliessen auch Mitgliedsbeiträge, ein paar Sponsorengelder und kleinere Klüngelbeträge aus Tshirtverkauf, Standgebühr von Händlern und kleine Spenden in die Finanzierung ein. Diese reichen jedoch bei weitem nicht aus, um alle Kosten zu decken, die im Vorfeld und während des Festivals entstehen. Der Getränkeverkauf ist LEBENSWICHTIG für das WISPA! Wir bieten die Getränke nicht zu überhöhten Preisen an. Es geht nicht darum Gewinn zu machen, sondern um Kosten zu decken - der Verein erwirtschaftet kein Vermögen (das darf er als gemeinnütziger Verein auch gar nicht). Werden nicht genügend Getränke verkauft, kann der Verein nicht seiner finanziellen Verpflichtung und Verantwortung seinen Lieferanten gegenüber nachkommen. Und dann steht das nächste WISPA auf der Kippe, kann vielleicht sogar gar nicht stattfinden. Das WISPA ist und bleibt nicht-kommerziell. Wir verlangen kein Eintrittsgeld, wir kontrollieren Eure Taschen nicht. Jedoch müsst Ihr auch damit rechnen, dass wir einschreiten, wenn Ihr offensichtlich eigene Getränke verzehrt. Es hilft, wenn jeder ein bißchen mitdenkt und Verständnis zeigt. Es ist richtig: wenn ich eine Flasche Bier aus dem Rucksack hole, dann erscheint das vielleicht nicht schädlich für das Festival. Aber holen 800 Leute jeder eine Flasche aus dem Rucksack, dann sieht die Sache schon ganz anders aus... | | Wieso gibt es in diesem Jahr einen professionellen Ordnungsdienst? | Die Stadt Hemer hat als Reaktion auf die Vergrößerung des Festivals und damit verknüpfte Sicherheitsvorschriften in diesem Jahr neue Genehmigungsauflagen an den Verein herangetragen: sofern wir nicht rund um die Uhr 50 freiwillige Helfer stellen können, die sich um die allgemeine Sicherheit und die Einhaltung von Lärm- und Brandschutzvorschriften sorgen, müssen wir einen professionellen Ordnungsdienst beschäftigen, der diese Aufgaben übernimmt. Wir sträuben uns zwar gegen diese Auflage - denn "fremde" Ordnungshüter passen nicht in unsere Vorstellung vom "Sauerländer Woodstock" - aber wir sehen uns nicht in der Lage in diesem Maße Helfer zu stellen UND gleichzeit die prompte Getränkeversorgung auf den Bierwagen zu gewährleisten. Zudem möchten wir es auch keinem Helfer zumuten, ständig im Einsatz zu sein, anstatt das Festival zu geniessen oder sich in brenzlichen Situationen selbstlos zwischen die Fronten zu werfen. Der Verein bürgt für die Sicherheit der Besucher und seiner Helfer. Daher haben wir den Konsenz gesucht und es wird eine geringe, professionelle Betreuung geben. Bitte habt Verstädnnis und leistet Ihren Anweisungen folge, auch wenn es "Nicht-Wisparaner" sind. Wir sind auf die Genehmigung der Stadt angewiesen, sonst gibt es schlicht und ergeifend kein WISPA mehr. Nur wenn wir alle zusammen arbeiten können wir weitere Auflagen (wie z.B. die komplette Einzäunung des Geländes mit Einlasskontrolle etc.) weiterhin verhindern. | | Warum muss für den Campingplatz eine Kaution hinterlegt werden, auch wenn ich Mitglied bin? | Müll ist ein riesen Problem - nicht für das WISPA direkt, sondern viel mehr für die Kühe, die den Rest des Jahres auf der Wiese wohnen. Wenn alle nach Hause gegangen sind, muss der WISPA e.V. sicherstellen, dass Nichts auf der Wiese zurückbleibt, dass die Kühe zufällig mitfressen könnten, also muss jeder Schnipsel Papier, jedes Stück Plastik, jeder Zigarettenstummel, jede Scherbe usw. per Hand aufgelesen werden. Das ist ein unglaublicher Arbeitsaufwand, wenn man bedenkt, dass das gesamte Gelände fast 3000qm groß ist. Damit wir zumindest auf dem Campingplatz sicher sein können, dass Ihr nichts zurücklasst (besonders keine Kühlschränke, kaputte Zelte, Grillreste usw. wie es im letzten Jahr der Fall war! Die Entsorgungskosten dafür haben nämlich wir getragen und nicht die, die alles stehen gelassen haben!), behalten wir es uns vor, zu kontrollieren, ob Ihr Euren Müll ordentlich wieder aufgesammelt habt. Daher erheben wir einen Pfand in Höhe von 20€, die Ihr wiederbekommt, wenn Ihr den Platz sauber hinterlasst. Und ja, wir machen das auch, wenn Ihr alle Mitglieder seid. Denn Mitglied sein ist keine Garantie dafür, dass Ihr Euren inneren "Müll-Aufsammel-Schweinchen-Hund" überwindet. Bitte denkt mit, an die Kühe und an die handvoll Helfer, die nach dem Festival per Hand die Wiese säubern muss. Zuhause werft Ihr Euren Müll auch nicht einfach auf den Boden, sondern in den Müllbeutel. Es wäre cool, wenn Ihr das auch auf dem gesamten Gelände so handhaben könntet. Denn wir sind auf das Wohlwollen des Bauern angewiesen, der uns jedes Jahr die Wiese leiht. Und der macht das nur, wenn seine Kühe gesund und glücklich bleiben. |
| Ich bin nicht faul. Ich habe kleine Kinder. Darf ich mit dem Auto auf den Zeltplatz? | Ja. Das WISPA ist ein Familienfest. Wir wissen, kleine Kinder BRAUCHEN mehr Krams als getragen werden kann. Dafür haben wir Verständnis. Solange das Fahrzeug nach dem Entladen wieder vom Gelände entfernt wird und erst zum Beladen wieder anfährt, winken wir Euch gerne durch die Schranke. Die Regelung mit dem "Nicht-befahren" gilt lediglich für die, die mehr Krams mitbringen wollen, als sie brauchen und zu faul sind, diesen zu tragen! Wer meint, er müsse Klamotten für zwei Wochen, ein Expeditionszelt und Proviant für eine mehrwöchige Amazonas-Erkundung und die gesamte CD-Sammlung zum Festival mitschleppen... der möge all dies auch bitte per pedes zur Parzelle tragen. Familien dürfen nach Anmeldung an der Rezeption durchfahren. Für alle anderen gilt am Besten: Rucksack packen, rechte Hand Zelt, linke Hand Fressi-Tüte,... datt reischt locker... | | | | | | |
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